Strompreis-Erhöhung: “Alles Ausreden”

Zum Jahreswechsel erhöhen besonders die herkömmlichen Großanbieter noch einmal den Preis spürbar. Es wurde sogar bereits eine neue Preisrunde für das Frühjahr angekündigt, in der die Strompreise noch einmal um bis zu einem Fünftel steigen könnten. Umweltminister Gabriel und Bundeswirtschaftsminister Michael Glos haben diese Preispolitik nun heftig kritisiert - und ein neues Instrument an der Hand.

So ist auf dem Nachrichtenportal Interessehalber.de zu lesen, dass im November ein neues Gesetz verabschiedet wurde, nach dem Preismissbrauch nun wirksamer bekämpft werden könne. In § 29 des “Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen” (GWB) wird dem Kartellamt das Recht zugebilligt, Preise zu untersagen, die die Kosten unangemessen übersteigen oder weit über denen von anderen Stromanbietern liegen.

Seine Unzufriedenheit über die gegenwärtige Situation artikuliert Glos deutlich: “Wenn die Strompreise steigen und gleichzeitig die großen Energieversorger Rekordgewinne einfahren, sorgt das für berechtigten Unmut bei vielen Verbrauchern.”

Das Bundeskartellamt wird 2008 mit ihrer Arbeit gegen den Missbrauch bei Stromtarifen beginnen. Dessen Pressesprecherin Silke Kaul mahnt allerdings, dass Ergebnisse noch bis zu einem Jahr dauern könnten.

Für Kunden, die sofort sparen wollen, erneuerte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel in der Online-Ausgabe des Spiegel noch einmal seine Empfehlung, den Stromanbieter zu wechseln. “Die Kunden können den Stromkonzernen die rote Karte zeigen, indem sie den Anbieter wechseln.” Eine fortlaufend steigende Stromrechnung müsse niemand hinnehmen. Für den günstigsten Anbieter sind Stromrechner im Internet das effizienteste und schnellste Instrument, sofort Geld zu sparen.

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