Strompreis eigentlich unter dem Stand von 1998

Würde man den Strompreis von Steuern und staatlichen Abgaben bereinigen, die in den letzten Jahren auf über 40 Prozent Anteil erhöht hätten, so würde der Strompreis sogar noch unter dem Niveau von 1998 liegen. Dies sagt Uwe Leprich, Autor einer Studie von der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, der “Welt”.

Tatsächlich aber sind die Strompreise der großen Stromanbieter seit dem Jahr 2000 um 50 Prozent gestiegen. Die wirtschaftliche Schieflage dieser Erhöhung sieht man an den gleichzeitigen Gewinnsteigerungen der großen Energieversorger Eon, RWE, EnBW und Vattenfall. Sie konnten laut heute.de ihre jährlichen Gewinne vor Steuern um 12 Milliarden Euro erhöhen.

Einige Stadtwerke würden etwa 20 bis 22 Milliarden Euro Nutzungsentgelte für ihr Netz einstreichen, aber nur drei Milliarden in deren Ausbau investieren. Mangelnder Wettbewerb sorgt hier für geringen Konkurrenzdruck. Man kann jedoch den Stromanbieter wechseln. Dies stärkt den Preisdruck, und jeder Konsument kann dabei mithilfe eines Stromrechners schnell und direkt Geld sparen.

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