Stromkonzerne akzeptieren Gebührensenkung
Die Stromkonzerne RWE und EnBW haben ihre Beschwerden gegen die Gebührensenkungen aus dem Jahr 2006 zurückgenommen. Die Bundesnetzagentur hatte diese Gebühren nicht akzeptiert und die Kalkulationen der Konzerne in bestimmten Bereichen verworfen. Dagegen hatten die Unternehmen Klage eingereicht.
Die Konkurrenten der großen Energiekonzerne müssen für die Durchleitung ihrer Strom- und Gaslieferungen Gebühren zahlen, denn sie nutzen die unternehmenseigenen Netze. Diese Gelder werden wiederum in die Wartung und den Ausbau der Netze investiert.
Mit dem Rückzug der Gesellschaften treten die Anordnungen der Bundesnetzagentur in Kraft; die Gebührenreduktionen sind gültig.
In der nächsten Zeit wird RWE mit den weiteren Entscheidungen der Behörde konfrontiert, denn die großen Energieversorger müssen ihre Anträge zu den Gebühren in jedem Jahr neu stellen. Die Bundesnetzagentur hat die aktuell beantragten Summen bereits um rund 9% gekürzt. RWE beziffert die Einbußen durch die Regulierung nach Ablauf von zwei Dritteln des laufenden Geschäftsjahres auf ca. 500 Millionen Euro.
Die Bundesnetzagentur wurde 2005 gegründet; sie überprüft die Gebührenanträge der Strom- und Gasnetzbetreiber. Jeder Haushaltskunde ist von diesen Abgaben betroffen; sie belasten die Stromrechnung mit üppigen 31,5 Prozent, bei den Kosten für den Gasverbrauch sind es immerhin 19,1 Prozent.
Es war der Bundesagentur bisher nicht vergönnt, eine Senkung der Preise zu erreichen. Die Behörde betont aber, dass sie den Anstieg habe dämpfen können. Einige der Stromkonzerne haben bereits für Anfang 2008 wieder eine Preiserhöhung von bis zu 10% angekündigt. Die Begründungen sind vielfach; eine Erklärung für die erneute Preissteigerung ist die erhebliche Steigerung der Beschaffungskosten.