Stromanbieter wechseln - lohnt es sich?
Der offiziell geöffnete Strommarkt lässt einen Wechsel zwischen verschiedenen Anbietern für den Verbraucher zu. Bedenken sollte der Kunde dabei, dass nur vier Energieriesen 90 Prozent aller Kraftwerke ihr Eigentum nennen und dem sogenannten neuen Wettbewerb diesen Strom dann zum Teil überteuert zur Verfügung stellen.
Die Aufhebung der Monopolstellung ist somit Augenwischerei und höhere Kosten werden natürlich auf den Verbraucher abgewälzt. Der Strommarkt wird im wesentlichen von Kraftwerksbetreibern, dubiosen Firmen und Verkäufern von Illusionen hinsichtlich der Preisersparnis für den Verbraucher bestimmt.
Auf den ersten Blick günstige Stromhändler bieten dem Verbraucher Dumpingpreise von 16 bis 18 Cent je Kilowattstunde an, was wiederum ein Preis ist, der noch unter den Kosten für die Stromlieferung zu diesem Händler liegt. Hier könnte der Verdacht entstehen, dass geforderte Vorauszahlungen von Neukunden zur Stromlieferung auf Altkunden umgelegt werden, um deren Stromlieferung auch weiterhin zu finanzieren. Das schnelle Verschwinden von Stromanbietern an Markt untermauert diese These. Die bisherigen Kunden müssen dann einen neuen Anbieter auswählen und ihren Strom ein zweites Mal bezahlen. Insgesamt drängt sich der Verdacht auf, dass Neuanbieter auf dem Markt ihre Profite lediglich aus Vorauszahlungen von Kunden erzielen, denn durch dauerhafte Dumpingpreise können diese Unternehmen ihren Bestand nicht sichern.
Wer trotzdem wechseln möchte, sollte prüfen, an wen er sich binden möchte. Wie lange binde ich mich bei welchen Kündigungsfristen und welche Vertragsverlängerung ergibt sich, wenn ich nicht kündige? Wichtig auch: Besteht eine Preisgarantie bei Anbieter?