Strom aus Abfall
Vor zwei Jahren wurde das regionale Produkt ZAB-Strom - Strom aus Abfall - am schweizerischen Strommarkt eingeführt; nun stellen die regionalen Elektrizitätswerke und der Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid die Ergebnisse vor. Die Bilanz fällt durchweg positiv aus.
Im Jahr 2007 beziehen mehr als 350 Kunden ungefähr 2,5 Millionen Kilowattstunden als ZAB-Strom. Ein Aufschlag von zwei Rappen sorgt dafür, dass Vorhaben im Bereich der erneuerbaren Energien unterstützt werden können.
Der ZAB verwertet in der Kehricht- Verbrennungsanlage Bazenheid rund 75.000 Tonnen Abfälle aus allen Bereichen. Durch die Abfallverbrennung wird Dampf erzeugt, der sowohl als Prozesswärme an örtliche Betriebe verkauft als auch zur Stromproduktion eingesetzt wird. Die Jahresproduktion liegt bei 33 Millionen Kilowattstunden, elektrische Energie für mehr als 13.000 Haushalte.
Der Erfolg dieses Projektes hat dazu geführt, dass im Zuge der neuen Gesetzgebung zur Stromversorgung, die im Januar 2008 in Kraft tritt, die Energiegewinnung aus Abfallverbrennungsanlagen neben den bereits bekannten Energien auch als erneuerbar eingestuft werden kann.
Beim Start des ZAB-Projektes im Jahr 2005 war der Bedarf an elektrischer Energie, die umweltfreundlich und lokal produziert wird, deutlich spürbar. Die beteiligten Elektrizitätswerke und der ZAB garantieren ihren Kunden die umweltfreundliche Stromgewinnung in Bazenheid und die Einspeisung dieses Stromes in das öffentliche Netz.
Der Aufschlag auf den üblichen Strompreis wandert in den ZAB-Strom-Fonds. Aus diesem Topf werden vor allem Projekte unterstützt, die innovative Arbeit im Bereich der erneuerbaren Energien leisten und die ohne Unterstützung kaum eine Chance auf Realisation haben würden.